DigitalRadar Krankenhaus

Projektbeschreibung

Mit dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) investieren Bund und Länder Deutschlands bis zu 4,3 Mrd. Euro in die digitale Infrastruktur der Krankenhäuser. Begleitend sieht das Gesetz eine «Analyse und Bewertung des grundsätzlichen Standes der Digitalisierung in deutschen Krankenhäusern und der Effekte des Zukunftsfonds auf den Digitalisierungsgrad, die Versorgungen von Patientinnen und Patienten und die regionalen Versorgungsstrukturen» vor. Das Bundesministerium für Gesundheit hat im Rahmen einer Ausschreibung das Konsortium «DigitalRadar» beauftragt diese Evaluation durchzuführen. Die Projektpartner sind HIMSS Europe, inav – Institut für angewandte Versorgungsforschung, Lohfert & Lohfert, RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und Universität St. Gallen.

Auftrag des «DigitalRadars» ist die Evaluierung des Reifegrads der Krankenhäuser hinsichtlich der Digitalisierung nach § 14b KHG. Das Reifegradmodell ermöglicht eine standardisierte und umfassende Bewertung des Digitalisierungsgrads von Krankenhäusern mittels Durchführung und Auswertung einer Erhebung bzw. Selbsteinschätzung der Krankenhäuser. Das übergeordnete Ziel ist es, den grundsätzlichen Stand der Digitalisierung in deutschen Kliniken, sowie Effekte der Förderung in Bezug auf den Digitalisierungsgrad und der Verbesserung der Versorgung von Patient:innen bzw. regionaler Versorgungsstrukturen zu untersuchen und zu bewerten. Mit dem Fördervorhaben sollen Handlungsfelder für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung sowie der Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern aufgezeigt werden. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser soll gesteigert und Innovationen sowie der Austausch von Gesundheitsdaten gefördert werden. Ziel ist eine Aufwertung des Gesundheitsstandorts Deutschland.

Projektverantwortlicher

Prof. Dr. Alexander Geissler (Stellvertretender Projektleiter des Konsortiums)

Kooperationspartner

Das Konsortium besteht aus den Konsortialpartnern HIMSS Europe GmbH, dem inav (privates Institut für angewandte Versorgungsforschung), der Lohfert & Lohfert AG, sowie den Projektpartnern RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Universität St. Gallen. Das Projekt wird geleitet von Prof. Dr. med. Sylvia Thun (Direktorin für E-Health und Interoperabilität am Berlin Institute of Health der Charité Universitätsmedizin Berlin und Professorin für Informations- und Kommunikationstechnologie im Gesundheitswesen an der Hochschule Niederrhein) und von Prof. Dr. Alexander Geissler (Akademischer Direktor an der School of Medicine der Universität St. Gallen). Des Weiteren wird das Projekt von einem breit aufgestellten Expertengremium unterstützt, das mit Vertreterinnen und Vertretern von Krankenhäusern sowie von Krankenkassen, Anwendern, Wissenschaft und Industrie besetzt ist.

Funding Source

Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Deutschland

Dauer

2021 – 2024

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