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- 17.02.2025 - 09:29 

Neue Publikation: Risk factors for interval breast cancer: insights from a decade of a mammography screening program

Neue Forschung identifiziert zentrale Risikofaktoren für Intervall-Brustkrebs und zeigt Möglichkeiten für personalisierte Screening-Strategien auf

Wir freuen uns, bekannt zu geben, dass unsere neueste Forschung zu Risikofaktoren für Intervall-Brustkrebs (IBC) in der Fachzeitschrift Breast Cancer Research and Treatment veröffentlicht wurde. Diese Studie liefert wichtige Erkenntnisse über die Merkmale und Risikofaktoren von IBC und unterstreicht die Notwendigkeit von Fortschritten in den Strategien zur Brustkrebsvorsorge.

Zentrale Erkenntnisse

Unsere Studie analysierte Daten aus einem Schweizer Mammographie-Screening-Programm und zeigte mehrere wesentliche Ergebnisse:

  • Frauen mit Intervall-Brustkrebs (IBC) weisen im Vergleich zu Frauen mit screen-detektiertem Brustkrebs (SBC) tendenziell höhere Tumorstadien und eine aggressivere Tumorbiologie auf.
  • Die 7-Jahres-Überlebensrate für IBC-Patientinnen liegt bei 92,9 %, während sie für SBC-Patientinnen 96,4 % beträgt.
  • Eine höhere Brustdichte (BI-RADS c & d), das Alter (55-59 Jahre) und eine familiäre Brustkrebsbelastung wurden als signifikante Risikofaktoren für die Entwicklung von IBC identifiziert.
  • Die Mehrheit der IBC-Fälle (63 %) wurde 13-24 Monate nach einer normalen Mammographie diagnostiziert, was die Notwendigkeit gezielterer Screening-Strategien unterstreicht.

Warum diese Erkenntnisse wichtig sind

Diese Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung einer Optimierung von Mammographie-Screening-Programmen, insbesondere durch einen personalisierten Ansatz. Frauen mit erhöhtem Risiko könnten profitieren von:

  • Zusätzlichen bildgebenden Verfahren wie MRT oder kontrastverstärkter Mammographie.
  • Kürzeren Screening-Intervallen, insbesondere für Frauen mit hoher Brustdichte oder familiärer Brustkrebsbelastung.
  • Verbesserter Risikostratifizierung, um eine präzisere und effektivere Früherkennung zu ermöglichen.

Durch eine Anpassung der Screening-Methoden an individuelle Risikoprofile könnte die Früherkennung verbessert, die Anzahl der Intervall-Brustkrebsfälle reduziert und letztlich die Überlebensrate erhöht werden.

Danksagung und Zusammenarbeit

Diese Forschung wurde durch die großartige Zusammenarbeit mit der Krebsliga Ostschweiz ermöglicht. Ihre kontinuierlichen Bemühungen in der Krebsprävention und -forschung waren von zentraler Bedeutung, und wir schätzen ihre Unterstützung bei der Umsetzung dieser Studie sehr.

Wie geht es weiter?

Unsere Forschung endet hier nicht! Wir untersuchen aktiv, wie Künstliche Intelligenz (KI) das Brustkrebs-Screening verbessern und möglicherweise die Rate an Intervall-Brustkrebsfällen reduzieren kann. KI-gestützte Bildanalysen und risikobasierte Vorhersagemodelle könnten die Präzision und Effizienz von Screening-Programmen erheblich steigern und so eine noch effektivere Früherkennung ermöglichen. Wir freuen uns diesbezüglich unsere neuesten Erkenntnisse auf dem European Congress of Radiology und der St. Gallen International Breast Cancer Conference zu präsentieren. Diese bedeutenden Veranstaltungen bieten eine großartige Plattform, um die neuesten Fortschritte in der Brustkrebsdiagnostik zu diskutieren und sich mit führenden Experten aus aller Welt auszutauschen.

Die vollständige Studie lesen

Die vollständige Studie können Sie hier lesen: https://doi.org/10.1007/s10549-025-07619-4

Wir sind fest entschlossen, unsere Forschung fortzusetzen, um die Brustkrebs-Früherkennung weiter zu verbessern und zur Erhöhung der Überlebensraten von Frauen weltweit beizutragen.

Wenn Sie an unserer Arbeit interessiert sind oder an zukünftigen Projekten mitarbeiten möchten, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme!

 

 

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